Aktuelles aus der
Gesundheitsregion

Neue Mitglieder

Dr. med. Christian Unnewehr, Osnabrück

Blomberg Klinik GmbH, Bad Laer

AWO Rehabilitationsklinik Werscherberg gGmbH, Bissendorf

Aktuelle Veranstaltungen

27. Visite: Gesundheitsregion besucht Sportfreunde Lotte

Die eigenen Mitarbeiter gesund und fit zu halten – in wohl keiner Branche ist das so wichtig, wie im Profifußball. Deshalb passte es gut, dass sich die Mitglieder der Gesundheitsregion Osnabrück-Emsland im Stadion der Sportfreunde Lotte trafen, um sich über das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement auszutauschen.

Eingeführt wurde der Abend durch Vorstandsmitglied Dr. Clemens Kurse. Er betreut die Sportfreunde Lotte als Unfallchirurg und wies auf die positive Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren hin: Mit der Meisterschaft in der Regionalliga West 2015, dem Aufstieg in die Dritte Liga  und der DFB-Pokalsaison 2016/17 mit Spielen gegen Werder Bremen, Bayer Leverkusen, 1860 München und schließlich Borussia Dortmund sei er der Aufsteiger der Region, sagte Dr. Kruse.

Besonders freute er sich darüber, dass auch das SFL-Trainerteam um Marc Faschen und André Truisen sowie Physiotherapeutin Melanie Hubert an der Veranstaltung der Gesundheitsregion teilnahmen.  Anschließend übergab Dr. Kruse das Wort an seinen Vorstandskollegen Klaus Pohl. Er leitet die gesetzliche Krankenkasse Barmer GEK in Osnabrück und der Region. In dieser Funktion berichtete er über die Chancen und Möglichkeiten  des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), denn die Kasse versteht sich auf dem Gebiet als Partner für Unternehmen.

Warum, das erklärte Pohl gleich in seiner Einleitung: „Die Menschen bewegen sich heute viel zu wenig. Das bedingt chronische Krankheiten – ein Alptraum für die Krankenkassen und auch für die Unternehmen.“ Ein hoher Krankenstand und lange Fehlzeiten verursachen beiden hohe Kosten und Aufwände. Daher gelte es, zusammen präventiv dagegen vorzugehen.

Anschließend übernahm Imke Gerbracht, Barmer-Beraterin für Firmengesundheit, das Wort und berichtete den Mitgliedern der Gesundheitsregion, wie sie in der Zusammenarbeit mit Unternehmen konkret vorgeht. Normalerweise begleite sie einen BGM-Prozess über zwei bis drei Jahre, erklärte Gerbracht. Der erste Schritt sei es, die Führungskräfte für das Thema zu sensibilisieren, denn „sie prägen mit ihrem Führungsstil direkt die Gesundheit ihrer Mitarbeiter“.

Daran anschließend nehme sie Mitarbeiterbefragungen vor, um herauszufinden, wie das Befinden und was die bisherigen Gewohnheiten und Wünsche sind. Darüber könne man gut herausfinden, welche Maßnahmen im jeweiligen Betrieb nötig sind, so Gerbracht. „In der Regel sind es immer die Rahmenbedingungen des Arbeitsalltags, die Arbeitsorganisation und bewegungs- beziehungsweise gesundheitsfördernde Strukturen, die wir verändern.“

Wie das konkret aussehen könnte, wollte anschließend ein Mitglied der Gesundheitsregion wissen. Gerbracht führte ein Beispiel aus einem Callcenter an, in dem die Mitarbeiter Kundenbeschwerden entgegennehmen und bearbeiten mussten. Nicht diese, zweifellos belastende Tätigkeit, verursachte den Menschen Stress, sondern insbesondere die Kollegen aus anderen Abteilungen, die ständig hereinkamen, um die Post abzugeben oder einen Plausch zu halten. „Da konnten wir mit einfachen Veränderungen dafür sorgen, dass die Leute konzentrierter an ihrer eigentlichen Aufgabe arbeiten konnten“, erklärte die Beraterin.

Viele größere Unternehmen betreiben schon seit Jahren ein kontinuierliches BGM, berichtete sie. „Wir wollen jetzt mehr kleine und mittelständische Unternehmen ansprechen.“ Der Hintergrund ist das Präventionsgesetz, dass die Krankenkassen seit 2016 verpflichtet, zwei Euro pro Versichertem und Jahr für BGM-Maßnahmen auszugeben. Insofern könne sich die Barmer auch an den Kosten der Unternehmen beteiligen.

Gerbrachts Vortrag wurde unter den Mitgliedern der Gesundheitsregion stark diskutiert. Wie viel Einfluss habe ich als Arbeitgeber überhaupt, wenn mein Mitarbeiter doch nur ein Drittel seiner Zeit in meinem Unternehmen verbringt? Wie lassen sich Erfolge des BGM messen und wie schnell treten sie ein? Und wie können auch kleine Teams profitieren? Diese Fragen wurden bei einem anschließenden Imbiss vor der Kulisse des abendlichen Frimo-Stadions geklärt.

Einige Impressionen der 8. Mitgliederversammlung: (Kopie 1)

8. ordentliche Mitgliederversammlung der Gesundheitsregion Osnabrück–Emsland e. V. am 15.August 2017

Guter Tradition folgend hatte die Gesundheitsregion Osnabrück-Emsland e. V. am Dienstag, den 15.08.2017 ihre Mitglieder zur 8. ordentlichen Jahreshauptversammlung  eingeladen. Wie in den vergangenen Jahren fand die Veranstaltung  wieder  in den Räumen der Deutschen Apotheker- und Ärztebank Osnabrück statt.

Herr Dr. Wölbling begrüßte in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender die erschienen Mitglieder und Gäste und berichtete über die Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Jahr. Dabei bildete die traditionelle Neujahrsvisite den Startschuss für die Aktivitäten ins neue Jahr.  Auch in 2016 wurden wieder fünf Visiten durchgeführt. Den krönenden Abschluss im vergangenen Jahr stellte die Visite im Landgericht in Osnabrück am 22.11.16 mit dem spannenden Thema zum Unterschied zwischen Korruption und Kooperation im Gesundheitswesen dar. Fachleute konnten hier an sehr anschaulichen Beispielen das Thema beleuchten.

Wie in den vergangenen Jahren boten diese Visiten des Vereins den  Gästen und Mitgliedern aus den unterschiedlichen Segmenten der Gesundheitswirtschaft  neben vielen Sachinformationen zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen vor Allem viel Raum zum Netzwerken.

Es folgte ein Ausblick auf die noch anstehenden Aktivitäten im laufenden und kommenden Jahr.

Herr Goldkamp, Filialdirektor der Dt. Apotheker- und Ärztebank Osnabrück, berichtete im Anschluss über Zahlen , Daten und Fakten zur Mitgliederstruktur, der Mitgliederentwicklung und den stetig steigenden Teilnehmerzahlen zu den zahlreichen Veranstaltungen.

Im nächsten Tagesordnungspunkt erläuterte Herr Goldkamp den Jahresabschluss 2016. Der Verein verfügt derzeit über eine solide Finanzlage mit ausreichend Liquidität. Somit ist auch für 2016 die wirtschaftliche Basis gegeben um als Sprachrohr im Gesundheitsmarkt der Region Osnabrück-Emsland Veranstaltungen und Aktivitäten durchführen zu können.

Nach dem Bericht des Kassenprüfers wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Anschließend  nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit zu Gesprächen und dem klassischen Netzwerken. 

Einige Impressionen der 8. Mitgliederversammlung:


Daten speichern – aber sicher!

26. Visite der Gesundheitsregion Osnabrück Emsland

Am 25. Mai 2018 tritt europaweit die Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Wie Arztpraxen und Kliniken sich auf die neue Gesetzeslage einstellen können, darüber informierten sich über 80 Mitglieder der Gesundheitsregion Osnabrück-Emsland bei ihrer 26. Visite.

Die Visite fand an diesen Abend in den Räumen der DEK Telecom in Osnabrück statt. Als Dienstleister installiert das Unternehmen Kommunikationsanlagen und sorgt gleichzeitig für Datensicherheit im Gesundheitswesen. In seiner Begrüßung verdeutlichte Frank Diekmann, Geschäftsführer der DEK Telecom,  die Brisanz des Themas: „Digitale Viren bedrohen Menschenleben. Der Cyberangriff ‚WannaCry’ hat erst vor einigen Wochen englische Kliniken lahmgelegt. Das zeigt, was selbst ein einfacher Virus anrichten kann.“

Anschließend übernahm Thomas Floß von der gleichnamigen EDV-Unternehmensberatung das Wort. Als professioneller Hacker knackt er selbst regelmäßig Firmennetzwerke, um Schwachstellen aufzuzeigen. Den Mitgliedern der Gesundheitsregion Osnabrück-Emsland erläuterte er, wie sie für Datenschutz in der eigenen Praxis sorgen können.

Das wichtigste Gesetz unserer Zeit

Denn dazu gibt es derzeit einen guten Grund: Ab Mai 2018 gilt eine neue Verordnung der EU, wonach Unternehmen ihre Kundendaten noch besser schützen müssen. „Es ist das wichtigste Gesetz unserer Zeit“, sagte Floß, der selbst für den Berufsverband der Datenschützer an der Novelle beteiligt war. Insbesondere die Rechte von Betroffenen – im Gesundheitsbereich also vor allem der Patienten – sei ausgebaut worden. „Auf Basis der Datenschutz-Grundverordnung kann die zweithöchste Strafe verhängt werden, die die EU-Gesetzgebung überhaupt vorsieht: bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes.“

Der Hintergrund: In jeder Arztpraxis werden Patientendaten gespeichert, angefangen von Alter und Wohnort bis hin zu Untersuchungsergebnissen und dem Gesundheitszustand. Damit handelt es sich um besonders sensible Daten, die zum Beispiel vor Hackerangriffen, aber auch vor unvorsichtigen Transfers an Unbeteiligte geschützt werden müssen. „Deshalb ist die Verarbeitung der Daten grundsätzlich untersagt – außer, Sie holen sich eine ausdrückliche Einwilligung der Patienten ein“, so Floß.

Arbeitsabläufe auf Datenschutz überprüfen

Die neue Gesetzgebung sieht eine Transparenz- und Informationspflicht, ein Recht auf Vergessen werden, ein Recht auf Datenübertragbarkeit, eine besonderen Schutz von Minderjährigen und eine Meldepflicht bei Verstößen innerhalb von 72 Stunden vor. Floß empfahl den Mitgliedern der Gesundheitsorganisation deshalb, die verbleibende Übergangsphase bis zum Mai 2018 zu nutzen, um die Arbeitsabläufe in der Praxis auf den Datenschutz hin zu überprüfen. Das beginne schon bei der Einwilligungserklärung, die auf Basis der Gesetzeslage gegebenenfalls neu eingeholt und zudem „einfach und transparent formuliert sein muss“, sagte Floß.

Gleichzeitig müsse die Praxis-EDV auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. „Ein alter Windows 98 Computer ist keine gute Idee mehr“, erklärte der Experte. Wer den hohen Aufwand der Modernisierung kritisiere, dem könne er nur entgegnen: „Es wird höchste Zeit. Die Sicherheitssysteme, die wir vorfinden, sind eine mittlere Katastrophe. Ich lege Ihnen EDV und Behandlungsgeräte innerhalb von Sekunden lahm, einfach, weil Sie nicht auf dem Stand der Technik sind.“

Viele Fragen und wichtige Impulse

Diese deutlichen Worte sorgten im Anschluss an den Vortrag für viele Fragen. Die Mitglieder der Gesundheitsregion wollten unter anderem wissen, wie die Einwilligungserklärung für die Patienten genau aussehen muss, wie sie archiviert werden kann und ob die Weitergabe von Daten im Einzelfall einer Genehmigung bedarf. „Wenn mich die Ehefrau meines Patienten anruft und sagt, ihr Mann ist im Krankenhaus und sie braucht die Untersuchungsergebnisse – darf ich sie dann weitergeben?“, wollte ein Teilnehmer wissen. Die Antwort lautet: nein, wenn es keine ausdrückliche Einwilligung des Patienten dazu gibt.

Auch als das Plenum aufgelöst wurde, diskutierten die  Mitglieder der Gesundheitsregion bei Häppchen und Getränken noch weiter. Von dieser Visite haben sie sicher wichtige Impulse für die eigene Praxis mitgenommen.

Einige Impressionen der 26. Mitgliedervisite sehen Sie hier:


Zu Gast bei apetito

Gesundheitsregionen Münster und Osnabrück tauschen sich aus

Am 21. März 2017 tagten die Gesundheitsregionen Münster und Osnabrück bei apetito in Rheine. Ein großes Interesse zeigten die insgesamt 72 angemeldeten Mitglieder der beiden Vereine an den zwei wichtigen Zukunftsthemen „Demenz“ und „Kau- und Schluckbeschwerden“.

Die Veranstaltung begann mit einer optionalen Betriebsbesichtigung. Im Anschluss an diese warteten zwei interessante Vorträge auf die Mitglieder. So referierte Ralf Oberle, Geschäftsbereichsleiter apetito consult, zu dem Thema „Demenz is(s)t anders“. Auch das Thema Kau- und Schluckbeschwerden wurde durch den Vortrag „winVitalis eine Alternative zur Trinknahrung“ von den Expertinnen Gesa Dannemann, Ernährungswissenschaft und -beratung apetito und Astrid Wessels, Fachtherapeutin für Dysphagie, aufgegriffen. Im Anschluss konnten die Teilnehmer die winVitalis Produkte verkosten und hatten so die Chance sich mit Blick auf Optik, Geschmack und Qualität selbst von den Produkten zu überzeugen. Das Interesse war groß und das Feedback sehr positiv. Zudem lobten die Teilnehmer den gelungenen Austausch der beiden Gesundheitsregionen untereinander, der während des gemeinsamen Abendessens vertieft werden konnte. Das Küchenteam um Robert Weber, Chefkoch des Petito’s Bistro, verpflegte die Gäste mit einem leckeren Menü.

Einige Impressionen der 25. Mitgliedervisite sehen Sie hier: